Spanien: Neue Studie bestätigt, dass kompostierbare Kunststoffe biologisch abbaubar sind
Eine kürzlich veröffentlichte Forschungsstudie untersuchte das Vorkommen von Kunststoffen im Endkompost. Dabei wurden Proben des in fünf bestehenden spanischen industriellen Kompostieranlagen hergestellten Komposts analysiert. Die Studie berichtet über Art und Menge der nach dem Kompostierungsprozess verbleibenden Kunststoffe. Die Auswertungsergebnisse zeigten, dass im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoffen kein kompostierbarer Kunststoff (zertifiziert nach EN 13432) in den Endkompostproben nachgewiesen werden konnte. Im Endkompost wurden 10 bis 30 fossile und nicht kompostierbare Kunststoffteile pro Gramm Kompost gefunden.
Die Studie mit dem Titel „Identifizierung und Quantifizierung von Mikroplastik in der kompostierten organischen Fraktion von Siedlungsabfällen“ wurde im November 2021 von Forschern der Universität Alcalá und der Universidad Autónoma de Madrid veröffentlicht. Wie die Autoren Carlos Edo, Francisca Fernández-Piñas und Roberto Rosal berichten: „In keiner der Proben wurden Rückstände von kompostierbaren Biokunststoffen gefunden, was bedeutet, dass ihre derzeitige Verwendung bei korrekter Kompostierung nicht zur Ausbreitung anthropogener Verschmutzung beiträgt.“
Zudem wurde nachgewiesen, dass das Sammelsystem einen Einfluss auf die Kunststoffbelastung hat. Ein Haus-zu-Haus-Sammelsystem mit kompostierbaren Säcken führt zu einer geringeren Belastung des Endkomposts.
Es handelt sich um die dritte wissenschaftliche Studie, die bestätigt, dass kompostierbare Kunststoffe die Kompostverunreinigung verringern. Frühere Studien wurden vom Witzenhausen-Institut in Deutschland und der Universität Wageningen in den Niederlanden veröffentlicht. Letztere kam zu dem Schluss, dass sich kompostierbare Kunststoffe in industriellen Kompostieranlagen in weniger als 22 Tagen zersetzen.
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