Förderung der Kreislaufwirtschaft bei Verpackungen in Europa: PLA, PPWR und der Weg in die Zukunft
TotalEnergies Corbion | Interpack 7.–13. Mai 2026 | Stand 10 B58
Die europäische Verpackungsindustrie steht an einem Wendepunkt. Angesichts der zunehmenden Klimakrise, sich wandelnder Verbrauchererwartungen und der Einführung der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) ist Kreislaufwirtschaft nicht mehr nur ein Ziel – sie ist eine Notwendigkeit. Auf der Interpack 2026 wird TotalEnergies Corbion verdeutlichen, wie Luminy® PLA bereits heute leistungsstarke Kreislaufverpackungslösungen für ein breites Anwendungsspektrum ermöglicht.
Von innovativen Schaumstofftechnologien bis hin zu recycelbaren, etikettenfreien Designs – der Auftritt von TotalEnergies Corbion auf der Interpack 2026 vom 7. bis 13. Mai am Stand 10 B58 veranschaulicht eine einfache, aber wirkungsvolle Idee: Biobasierte Materialien können Leistung, Kreislaufwirtschaft und deutlich geringere CO₂-Bilanzen bieten – heute, nicht erst morgen.
Die im Jahr 2025 veröffentlichte PPWR tritt am 12. August 2026 allgemein in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt werden die meisten ihrer Anforderungen in allen EU-Mitgliedstaaten rechtsverbindlich. Die Verordnung soll die Verpackungslandschaft in Europa neu gestalten und verfolgt dabei ehrgeizige und klar definierte Ziele:
- Reduzierung des gesamten Verpackungsabfalls
- Sicherstellung, dass alle Verpackungen bis 2030 rezyklierbar sind
- Erhöhung der Recyclingquoten
- Einführung von Mindestanforderungen an den Recyclinganteil
- Verringerung der Umweltbelastung durch Verpackungsmaterialien
Für biobasierte Materialien wie Luminy® PLA wirft dieser Wandel wichtige Fragen auf. Wie werden sich Biokunststoffe in das zukünftige kreislauforientierte Verpackungssystem Europas einfügen? Und welche Rolle kann PLA bei der Umsetzung dieser neuen regulatorischen Ziele spielen? Dies sind einige der Themen, mit denen sich TotalEnergies Corbion gemeinsam mit Industriepartnern aktiv auseinandersetzt, da kreislauforientierte Materialien und die Angleichung an regulatorische Vorgaben zunehmend im Mittelpunkt der Innovation in der Kunststoffverarbeitung stehen.
PLA, oder Polymilchsäure, ist ein biobasierter Kunststoff, der aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckerrohr hergestellt wird. Durch Fermentation und Polymerisation werden Pflanzenzucker in ein vielseitiges Polymerharz umgewandelt, das in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz kommt – darunter Verpackungen, Fasern, Vliesstoffe und langlebige Güter. Über seine erneuerbare Herkunft hinaus wurde PLA so konzipiert, dass es sich je nach Anwendungsanforderungen und verfügbarer Abfallwirtschaftsinfrastruktur in verschiedene Kreislaufwege integrieren lässt.
Produkte aus Luminy® PLA können in langlebigen Anwendungen wiederverwendet, – sofern die gesetzlichen Vorschriften dies zulassen – mechanisch zu neuen Kunststoffprodukten recycelt oder chemisch wieder in Milchsäure zurückverwertet werden, um neues, hochwertiges PLA herzustellen, wobei die Zulassung für den Kontakt mit Lebensmitteln erhalten bleibt. Für Anwendungen, bei denen am Ende der Lebensdauer organische Rückstände vorhanden sind – wie beispielsweise bei bestimmten Lebensmittelverpackungen –, ist PLA zudem gemäß EN 13432 als industriell kompostierbar zertifiziert. Diese Flexibilität ermöglicht es, PLA in verschiedene Kreislaufsysteme zu integrieren, anstatt sich auf einen einzigen Verwertungsweg zu verlassen.
Ein wesentlicher ökologischer Vorteil von PLA liegt in seinem biogenen Kohlenstoffkreislauf. Die als Rohstoff verwendeten Pflanzen nehmen während ihres Wachstums CO₂ auf und speichern so vorübergehend Kohlenstoff aus der Atmosphäre, der anschließend in das Material eingebunden wird. Von TotalEnergies Corbion durchgeführte Lebenszyklusanalysen zeigen, dass Luminy® PLA den CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen um bis zu 85 % reduzieren kann, wobei der „Cradle-to-Gate“-Fußabdruck bei Einbeziehung des biogenen Kohlenstoffs bei etwa 0,29 kg CO₂-Äquivalent pro Kilogramm liegt. Beim Recycling kann Luminy® rPLA sogar noch geringere Auswirkungen erzielen – etwa –0,65 kg CO₂-Äquivalent pro Kilogramm –, was seine Bedeutung unterstreicht, da Marken zunehmend darauf setzen, ihre Scope-3-Emissionen zu reduzieren.
Die PPWR erkennt an, dass kompostierbare Verpackungen für bestimmte Anwendungen ökologische Vorteile bieten können, insbesondere dort, wo Lebensmittelverunreinigungen die Recyclingeffizienz einschränken. Gleichzeitig lässt sich PLA sowohl mechanisch als auch chemisch recyceln. Bei TotalEnergies Corbion wird das chemische Recycling von PLA bereits im kommerziellen Maßstab betrieben, was die Herstellung von hochwertigem recyceltem PLA, einschließlich lebensmittelkontakttauglichem rPLA, ermöglicht und zeigt, dass Kreislaufsysteme für PLA bereits Realität sind.
Diese Entwicklungen zeigen sich bereits in praktischen Anwendungen. Von flexiblen und starren Verpackungen bis hin zu Schaumstoffen, Vliesstoffen und langlebigen Gütern wird PLA genutzt, um Lösungen zu entwickeln, die Leistungsfähigkeit mit Kreislaufwirtschaft verbinden. Designinnovationen – wie beispielsweise etikettenfreie Flaschen – veranschaulichen zudem, wie Material- und Designentscheidungen gemeinsam die Recyclingfähigkeit verbessern und sauberere Materialströme fördern können.
Auf der Interpack 2026 am Stand 10 B58 lädt TotalEnergies Corbion die Besucher ein, zu entdecken, wie Luminy® PLA die Möglichkeiten im Bereich der Kreislaufverpackungen erweitert – von flexiblen und starren Anwendungen bis hin zu Schaumstoffen, Vliesstoffen und langlebigen Gütern. Die Zukunft der Verpackung wird auf Materialien basieren, die Leistung, Kreislaufwirtschaft und geringe CO₂-Belastung vereinen. PLA trägt bereits dazu bei, diese Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen – und die Diskussion darüber hat gerade erst begonnen.